Erfolgreiche Vernissage der Gestaltungstechnischen Assistenten der BBS Technik
Mit einer feierlichen Vernissage im Bildungswerk Cloppenburg präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 der Gestaltungstechnischen Assistenten der Berufsbildenden Schulen Technik Cloppenburg ihre diesjährigen Projektarbeiten. Über mehrere Monate hinweg hatten die Auszubildenden intensiv an praxisnahen Aufgaben unter der Leitung der Lehrkräfte Theres Norpoth, Frank Hanneken und Christa Anneken gearbeitet – in enger Zusammenarbeit mit Projektpartnern aus dem Non-Profit-Bereich.
Im Zentrum des Projekts stand die Entwicklung ganzheitlicher Corporate Designs. Für Selbsthilfegruppen, Schulen und weitere gemeinnützige Einrichtungen aus dem Landkreis Cloppenburg entwarfen die angehenden Gestalterinnen und Gestalter neue visuelle Erscheinungsbilder. Diese umfassten unter anderem Logos, Visitenkarten, Briefbögen, Flyer, Plakate, Giveaways usw. Grundlage der Arbeiten bildeten ausführliche Briefings: Die Projektpartner kamen persönlich in die Schule und wurden von den Gestaltern interviewt. Die Partner schilderten, worauf sie Wert legen, was sie nicht möchten oder welche Materialien zur Außendarstellung bereits vorhanden seien. Auf dieser Basis entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigenständig kreative und professionelle Gestaltungslösungen. Die Präsentation der Ergebnisse fand traditionell kurz vor den Osterferien statt – in diesem Jahr jedoch erstmals außerhalb der Schule- schließlich handelt es sich bei den Projekten um Außendarstellung. Mit dem Bildungswerk Cloppenburg konnte durch Theres Norpoth ein externer Ausstellungsort gewonnen werden. Nach einer Besichtigung sagte Mitarbeiterin Claudia Bührmann die Zusammenarbeit zu und ermöglichte die Ausstellung im Foyer des Hauses.
Zur Eröffnung erschienen zahlreiche Gäste, darunter die Projektpartner selbst, Familienangehörige sowie Freunde der Auszubildenden. Auch der stellvertretende Landrat Bernhard Möller ließ es sich nicht nehmen, die Ausstellung zu besuchen. Nach einem Rundgang zeigte er sich beeindruckt von der Qualität und Professionalität der Arbeiten. In seiner Ansprache lobte er die Leistungen der Schülerinnen und Schüler und sprach ihnen seine Anerkennung für ihren weiteren beruflichen Weg aus. Ebenfalls richteten Teamleiter Jan Köritz sowie Fachpraxislehrer Frank Hanneken das Wort an die Gäste. Sie betonten den hohen Einsatz aller Beteiligten und die intensive Projektphase, die – wie so oft – bis zur letzten Minute reichte. „Manche Druckergebnisse waren noch warm“, so Hanneken schmunzelnd. Umso größer sei die Freude, die fertigen Arbeiten nun in diesem Rahmen präsentieren zu können.
Auch die Abteilungsleiterin der Gestaltungstechnischen Assistenten, Inga Puzicha, nahm an der Veranstaltung teil und zeigte sich tief beeindruckt von den qualitativ hochwertigen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler. In ihrer Ansprache zog sie einen literarischen Vergleich zum „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry: Dort wird eine Zeichnung von Erwachsenen oft als Hut missverstanden, während Kinder darin eine Schlange erkennen, die einen Elefanten verschlungen hat. Dieser Perspektivwechsel, so Puzicha, verdeutliche die besondere Fähigkeit der jungen Gestalterinnen und Gestalter, über das Offensichtliche hinauszusehen und kreative, vielschichtige Lösungen zu entwickeln. Ein besonderer Moment ergab sich zudem durch die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart: Lehrkraft Christa Anneken hatte vor genau 40 Jahren als Auszubildende zur Bauzeichnerin an jenem Gebäude zeichnerisch mitgearbeitet, in dem nun ihre Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten ausstellen konnten.
Für die musikalische Begleitung sorgten zwei Schülerinnen der GTA Klasse 11, Katja Reisewitz am E-Piano und Hailey Blum mit Gesang, die mit gefühlvollen Interpretationen zur stimmungsvollen Atmosphäre beitrugen. Spontan unterstützt wurden sie von Mayra Gorke aus der Fachoberschule Gestaltung, die unter anderem ein Lied von Amy Winehouse coverte. Bei Snacks und Kaltgetränken nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch, zur Diskussion und zum fachlichen Gespräch über die ausgestellten Arbeiten. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie praxisnah und professionell die Ausbildung im gestaltungstechnischen Bereich erfolgt. Die präsentierten Ergebnisse überzeugten durch Kreativität, Konzeptstärke und handwerkliche Qualität. Die Ausstellung ist öffentlich und kann bis zum 17.04.2026 zu den Öffnungszeiten des Bildungswerks besucht werden.